Allgemeine Infos zur Insel Flores/ID

Flores, the most famous secret of Indonesia!

Die Insel Flores gehört zu den "Kleinen Sundainseln", gelegen im Osten von Indonesien. In direkter Nachbarschaft befindet sich der Komodo Nationalpark. Und auch wenn die Insel Flores recht abgelegen klassischer Touristenpfade ist, so gibt es auch dort eine medizinische Versorgung, die sich sehen und messen lassen kann.
In den Bergen im Westen der Insel Flores gibt es das Krankenhaus St. Rafael in Cancar. An der Südküste im Osten der Insel Flores befindet sich das Krankenhaus St. Elisabeth in Lela. Ob präventiv, oder zur Untersuchung und Behandlung, lohnt ein Besuch in jedem Fall.

Die "Reisemedizinische Vorbereitung"

Aus reisemedizinischer Sicht gibt es besonders bei Reisen in abgelegenere Regionen stets ein paar Punkte, die beachtet werden sollten.
Wer direkt aus Europa kommend in Indonesien einreisen möchte, braucht keine Gelbfieberimpfung.
Aber ein paar andere Impfungen sollte man mindestens 6 Wochen vor der Reise mit seinem Arzt einmal besprechen:
> Wie sieht es aus mit Masern/Mumps/Röteln und Diphterie?
> Ist der Tetanusschutz noch ausreichend?
> Poliomyelitis (Kinderlähmung) ist oft anzutreffen auf Flores.
> Typhus und Cholera
> Hepatitis A & Hepatitis B
> die Japanische Enzephalitis
> und besprechen Sie unbedingt das Thema Tollwut.

Weiterhin bedeutsam sind die durch Mücken übertragbaren Infektionen wie die Malaria, Dengue und das Chikungunya.
Bezogen auf den medikamentösen Schutz vor Malaria sollten Sie jedoch "keine Kompromisse" eingehen. Entweder Sie entscheiden sich für den Reisezeitraum ein entsprechendes Medikament regelmäßig einzunehmen, oder Sie lassen es sein. Von der oft publizierten "Stand-By Prophylaxe (d.h. ein Medikament vorsorglich ins Gepäck zu legen) sollten Sie Abstand nehmen.
Aber:
Egal, ob sie kein Medikament zur Prophylaxe einnehmen, oder ob sie regelmäßig ein Malariamedikament einnehmen sollten - wenn Sie auf ihrer Reise auch nur den geringsten Verdacht einer Malariainfektion haben sollten, dann zögern Sie nicht und fahren sie zum nächsten Krankenhaus (Krankenhaus heißt auf Indonesisch: "Rumah Sakit"). Dort kennt man sich sehr gut mit Malariainfektionen aus und notwendige Medikammente sind auch stets verfügbar.

Daneben sollten Sie vor Ort stets auf einen guten Schutz vor Mücken achten und das Thema Schutz durch Bekleidung, Nutzung von Repellents und Mückenvernichtungsspray (alles kann man sehr kostengünstig und überall vor Ort erwerben) mit ihrem Arzt besprechen.
Um vielleicht noch optimaler vorbereitet zu sein, fragen Sie ihren Arzt doch auch mal kurz zu Verhalten und Umgang beim Aufeinandertreffen mit Tuberkulose- und/oder Leprakranken Menschen, denn auch diese Krankheitsbilder sind auf Flores endemisch.

Beim Thema Sonnenschutz sollten Sie auf höchstmögliche Schutzcremes zurück greifen und diese möglichst vor der Reise frisch gekauft, im Reisegepäck mitführen und vor Ort unmittelbar auch einsetzen. Eine gute (und aufgesetzte) Sonnenbrille und eine (passende und auf dem Kopf getragene) Kopfbedeckung beugen zudem Kopfschmerzen vor.

Dann gilt es nur noch daran zu denken, stets ausreichend viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen (eine Flasche Trinkwasser sollten Sie immer dabei haben), sich unterwegs stets die Hände zu waschen und schon kann es nur noch ein wunderschöner Urlaub werden!

Zur Geschichte der Region:

Die Portugiesen tauften die Insel auf den Namen "Flores" - die Blumeninsel. Sie stellt wegen seiner landschaftlichen und kulturellen Reize eines der interessantesten Gebiete des indonesischen Archipels dar. Die Einheimischen selbst nennen Flores einen "schlafenden Drachen", der sich etwa 380km in west-östlicher Richtung erstreckt. Geografisch zählt Flores zu den kleinen Sundainseln ("Nusa Tenggara"), die sich in einer Kette von Bali bis Timor ausdehnen. Die Insel Flores, am Schnittpunkt der eurasischen und asiatischen Kontinentalplatten gelegen, ist überwiegend vulkanischen Ursprungs. Ein Großteil der Landschaft wird von Zahlreichen, oft über 2.000m hohen Vulkanen dominiert. Der interessanteste Vulkan ist sicherlich der "Kelimutu" nahe des Ortes Moni im östlichen Teil der Insel. Er besteht aus drei Kraterseen, welche alle eine andere Wasserfärbung aufweisen (türkisgrün, rot und schwarz).

Auch Flora und Fauna der Insel sind mannigfaltig und abwechslungsreich. Während der Osten eher trocken ist und oft steppenähnliche Landschaft aufweist, so ist der Westen vor Allem im Landesinneren noch mit dichtem Monsunwald bewachsen. Hier finden sich u.a. seltene Echsen-, Affen- und Papageienarten. Berühmt sind auch die einzigartigen Korallengärten vor der Küste von Flores, etwa in der Gegend um Labuan Bajo, Rinca- und der Komodo-Insel, wo sich auch die Heimat der "letzten Dinosaurier", der Komodo-Warane befindet.

Der Hauptteil der Bevölkerung bekennt sich zum Katholizismus, der im 16. Jahrhundert durch die Portugiesen nach Flores kam. Portugiesischer Einfluss ist bis heute vor Allem in der Gegend um Larantuka im Osten der Insel spürbar. Hier tragen viele Menschen noch portugiesische Namen und die katholischen Feiertage werden in typischer portugiesischer Weise begangen. Trotz der Missionierung, die später auch von Holländern und Deutschen fortgeführt wurde, haben sich viele der vorchristlichen Gebräuche und Glaubensvorstellungen erhalten. Zu den bedeutenden Volksgruppen zählen die Manggarai im Westen, Riunger, Ngada bei Bajawa und die Lionesen nördlich der Stadt Ende. Jede Gruppe hat ihre ganz eigene Kultur entwickelt und bewahrt. Dies kann man an den traditionellen Dörfern, Trachten und der typischen Textilverarbeitung bewundern.

Eine besondere Attraktion sind die uralten Megalithe, die auf eine Besiedelung schon in prähistorischer Zeit hinweisen.

Weite Gebiete von Flores sind durch den vulkanischen Boden sehr fruchtbar, so dass hier eine große Auswahl an Gemüse- und Obstsorten auf den Märkten feilgeboten werden kann. In den Bergregionen gedeiht zudem ein sehr guter Kaffee.

Die Anreise erfolgt üblicherweise mit dem Flugzeug von Denpasar/Bali nach Labuan Bajo im Westen oder nach Maumere im Osten. Eine An-/Abreise mit Bus und Schiff (Bali - Lombok - Sumbawa - Flores) ist ebenfalls möglich, dauert aber mehrere Tage und ist recht abenteuerlich und beschwerlich.

Ziel für die meisten Besucher: LBJ

Labuan Bajo ist der westlichste Ort auf Flores. Hier gibt es eine Fähranlegestelle und einen kleinen Flughafen, der von Bima und Denpasar aus angeflogen wird.
Der kleine Hafenort ist ein Ausgangspunkt für Traveller, die zu den vielen kleinen vorgelagerten Inseln zwischen Flores und Sumbawa zum Tauchen kommen, vor Allem aber zu den Inseln Komodo und Rinca reisen, um die Riesenwarane zu besuchen. Wer die Ruhe und die Abgelegenheit der Region geniessen möchte, fährt von hier aus mit dem Boot weiter zur vorgelagerten Insel Seraya Kecil (leider wurde die Anlage Ende 2013 geschlossen). Wer das quirlige Leben der Hafenstadt von einem sehr schönen Punkt auf sich wirken lassen möchte, dem empfehlen wir das alteingesessene Gardena Hotel.

Komodo

Die Insel Komodo ist Teil des staatlichen "Komodo Nationalpark", der 1980 von der indonesischen Regierung zum Schutz der dort einzigartigen Flora und Fauna geschaffen wurde. Die 35km lange und 15km breite Insel ist überwiegend hügelig und weist eine durchschnittliche Höhe von 500 bis 600 Metern ü.d.M. auf. Zum Nationalpark gehören auch die benachbarten Inseln Rinca und Padar, sowie unzählige kleine Eilande. Komodo hat ein ungewöhnlich trockenes und heißes Klima, an welches die endemische Tier- und Pflanzenwelt hervorragend angepasst ist. Der Nationalpark kann in verschiedene Vegetationszonen unterteilt werden, wobei der Anteil von Palmyra-Palmen bestandenen Grassavannen mit 70% der Gesamtfläche am größten ist. Der Rest verteilt sich auf tropischen Regenwald, Monsunwälder und Mangroven im Küstenbereich.

Der Nationalpark bietet eine Reihe von natürlichen Attraktionen. Neben den Riesen-Echsen (Komodo-Warane) finden sich hier sehr gut entwickelte Korallenriffe mit einer Vielzahl von tropischen Fischen, oder auch Fledermauskolonien, die in den Mangroven leben. Auf Rinca findet man außer dem Komodo-Waran auch wilde Büffel-, Pferde- und Rotwildherden. Diese Tiere profitieren von der steppenähnlichen Vegetation.Die 20km² große Insel Padar wartet mit einem besonders reizvollen Panorama auf: Die rosafarbenen Strände und orangenen Felsformation bilden einen faszinierenden Kontrast zum türkisblauen Meer mit seinen wundervollen Seegärten.

Der Komodo-Waran

Diese "letzten Saurier" haben sich seit prähistorischer Zeit kaum verändert und gelten als die größten Echsen der Welt. Immerhin erreichen die Tiere eine stattliche Länge von drei Metern und sie wiegen bis zu 90kg. Sie gehören zu den aasfressenden Gattungen, die sich manchmal auch kanibalistisch verhalten. Oftmals fallen sie ihre Opfer (u.a. Hirsche, Wildschweine, Büffel und Pferde) direkt an, verletzen sie und warten nachfolgend, bis diese verendet sind und der Verwesungsprozess eingesetzt hat.
Die Paarungszeit liegt im Juli und August. Die weiblichen Tiere können bis zu 20 Eier legen. Die Nistplätze befinden sich im Sand, wo die Eier mit Gras und Blättern bedeckt werden. Die Eier zerspringen schließlich durch die Sonnenhitze und die kleinen Echsen schlüpfen, was im April des Jahres der Fall ist. Die kleinen Echsen leben dann in den Bäumen, wo sie sich von kleinen Eidechsen, Vögeln und Enten ernähren. Die weiblichen Tiere sind wesentlich größer als die männlichen.

Die beste Jahreszeit, um die Komodo-Warane zu beobachten, ist von Mai bis Oktober.

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Vulkan Kelimutu



Komodo Waran



Papaya Frucht



Hafenort Labuan Bajo



Green Stone Beach


Fotos: Valentino Luis

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