Reisemedizin - "ein teurer Spaß"

Wir haben einmal für Sie getestet.

Als Reisende/r wollen wir bestmöglich vorbreitet eine Fernreise antreten. Daher fragen viele vorab beim Spezialisten nach – und bezahlen dafür auch nicht unerhebliche Summen.

Wie gut aber ist die bezahlte Antwort?
Wir haben daher mal einen Test gemacht und beim Marktführer“ CRM – Centrum für Reisemedizin" bezahlt nachgefragt. Das Ergebnis war erschreckend!

Das CRM – Centrum für Reisemedizin – bildet u.a. Ärzte aus in Bezug auf reisemedizinische Fragestellungen und daher haben wir diese „renommierte Ausbildungsstätte“ ausgewählt.
Ärzte aus ganz Deutschland erwerben hier eine Zusatzqualifikation, für die sie viel Geld bezahlen und mit der sie auch nachfolgend Geld verdienen wollen.

Wie gut ist das erlangte Wissen wissenschaftlich betrachtet?
Wir haben uns mal darauf eingelassen und dann nach Feststellung grundlegender Fehler in den Unterlagen kollegial und frei von Vorwürfen auf diese „Probleme“ hingewiesen. Was dann geschah war leider sehr befremdlich.
Wir hatten neben den Fehlerhinweisen selbstverständlich auch die Berichtigungen mit Quellennachweisen übersandt.

Beispiel CRM

Hier ein Auszug aus den Unterlagen* des CRM (Oktober 2015 - gelb gemarkert die "Fehler"):
Hier ein Auszug aus dem schriftlich-kollegialen Hinweis an den wissenschaftlichen Leiter des CRM (Oktober 2015):
A. Verständlicherweise ziehen Sie aus der heterogenen Gruppe der Rickettsien lediglich einige Beispiele heran, was unter der Prämisse der oft unspezifischen Klinik und weitgehend gleicher Behandlungsoptionen natürlich nachvollziehbar und korrekt ist. Jedoch werden einige der genannten Erreger nicht mehr zu den Rickettsiaceae gerechnet, wohingegen enge Verwandte, wie Ehrlichia spp. oder Anaplasma spp., nicht erwähnt wurden. Letzteres ist angesichts der noch vergleichsweise geringen Evidenzlage allerdings durchaus verständlich.

B. Der Erreger des Scrub Typhus wird nicht mehr den Rickettsien zugeordnet, sondern seit vielen Jahren als Orientia tsutsugamushi klassifiziert.

C. Bartonellosen (hier als R. quintana, R. henselae): Veraltete Klassifikation als Rochalimaea (und Schreibweise als „Rochalimea“ mit einem verlorenem „a“). Die Bartonellaceae gehören jedoch nicht (mehr) zur Ordnung der Rickettsiaceae und sind somit trotz klinischer Überschneidungen streng genommen nicht den Rickettsiosen zuzuordnen.

D. Coxiellosis / Q-Fieber: Coxiella spp. werden mittlerweile zu einer anderen Erregerklasse gerechnet und sind somit ebenso nicht den Rickettsiosen i.e.S. zuzuordnen. Zudem wird bei der Schreibweise dem Genus ein x für ein c vorgemacht („Cociella“), was Herrn Cox wohl missfallen würde. Um die Verwirrung komplett zu machen, gehört zu den Coxiellaceae ja leider auch noch ein Genus namens Rickettsiella (glücklicherweise ist hier meines Wissens nach bisher keine Humanpathogenität beschrieben).

Ja, es gab nachfolgend eine Veränderung, ABER…
Der wissenschaftliche Leiter des CRM, Herr Prof. Dr. Tomas Jelinek, hat sich offensichtlich des Themas angenommen, aber er war damit vielleicht etwas überfordert, denn er hat lediglich "stillschweigend" Teile nachfolgend übernommen, bzw. berichtigt. Noch immer sind einige der wissenschaftlichen Fehler in den von uns dann bezahlten und nachgebesserten Unterlagen zugegen. Und wer denkt, wir hätten je eine Rückmeldung auf unser Schreiben erhalten, den müssen wir hier nun leider enttäuschen.
So ist das nun mal mit der Fehlerkultur in Deutschland!

In den Fortbildungen des CRM werden anzunehmend somit auch weiterhin nachgewiesen unrichtige wissenschaftliche Angaben vermittelt. Mit diesem „fehlerhaften Wissen“ versorgt werden nachfolgend informationssuchende Reisende von einem dort weitergebildeten Arzt fachlich und gegen Bezahlung beraten!
Was dabei herauskommt haben wir erst gerade wieder erleben dürfen im Fall einer Amöbenruhr [Link].
Eben einen solchen Nachweis der Verteidigung von real faktischem Unwissen erlebten wir auch auf einer aus dem Ausland gesponserten Fortbildung für Ärzte im Kontakt mit ankommenden Asylbewerbern [Link]. Auch hier erlaubte sich ein lehrender Mediziner der steuerfinanzierten KRH Krankenhausgruppe, 180° gegen die Wissenschaft zu plädieren [Link].

Fazit:

Für Sie als Reisende ist dies überaus unschön, schliesslich bezahlen sie aus ihrem Urlaubsbudget diese Vorsichtsmaßnahme und beim Thema Gesundheit sollte man von ärztlicher Seite eine gewisse Sorgfalt erwarten können.

Da das Thema aber vornehmlich Fernreisende betrifft, ist bei dieser Personengruppe zu erwarten, dass die sprachlichen Fähigkeiten gewiss die englische Sprache umfassen. Und dann empfehlen wir einen Besuch auf den Webseiten des CDC [Link] und für Haptik-Freunde die Ausgabe des „Yellow Book“ (welches auch online zu finden ist [Link]).
Wenn dann vor Ort doch mal eine „tropenmedizinische Infektion“ auftreten sollte, dann vertrauen sie bitte auf die lokalen Krankenhäuser [Link].



* - Dies ist ein Auszug aus der vom CRM 2015 frei im Internet zugänglichen Präsentation zur Flüchtlingskrise.

(11.07.2016 - tho - Nachtrag am 30.09.2016)

Warum?

Ja, es gibt einen Grund, warum wir dieses unangenehme Thema hier öffentlich machen.
In den Werken des CRM sind schon alleine in den Basisinformationen zu Krankheitsbildern von A/Aids bis Z/Zika wissenschaftlich belegbare Fehler enthalten, mit folgenden Konsequenzen:

Nachdem wir nun über einen Zeitraum von 2 Jahren vergeblich versucht haben mit den verantwortlichen Personen des CRM die Thematik freundlich, sachlich und wissenschaftlich fundiert zu diskutieren, bleibt uns nun keine andere Wahl mehr, als "die Kompetenz des Unternehmens" öffentlich zu kritisieren.
Dies tun wir in Ihrem und unserem Sinne.



Unser Fazit:

Im April 2017 haben wir die Thematik abgeschlossen!
Wie, erfahren Sie >>HIER<<

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