Ist CoV-ID19 ein trojanisches Coronaschaf?

Ein Schaf im Wolfspelz?

Ich habe den Eindruck, wenn ich schon alleine das genutzte Vokabular betrachte, welches die Medien und selbst „Experten“ täglich benutzen.
Bisher war es in der wissenschaftlichen Taxonomie bei den Coronaviren stets so, dass für die auch bei Menschen vorkommenden Mitglieder der „Coronafamilie“ ein „H“ für „human“ (Mensch) vorangestellt wurde. Dann folgte ein dreistelliger Familienname bestehend aus „Co“ für „Corona“ plus einem „V“ für „Virus“. Dahinter dann folgte der vierstellige Eigenname (also der „Vorname“).

Die bekannten Schafe

H-CoV-HKU1 = Human-CoronaVirus-HKU1, HKU1 ist die Bezeichnung für das erstmalig in Hong Kong im Jahre 2005 als Untergruppe 1 isolierte Familienmitglied der Coronafamilie.

Das H-CoV-NL63 ist ein Name für das im Jahr 2004 erstmalig in Amsterdam in den Niederlanden (NL) isolierte Familienmitglied.

Das H-CoV-229E ist der Name für das 1966 erstmals in den USA entdeckte Familienmitglied, wie auch ein Jahr später in Kanada das Familienmitglied OC43 (Origin Canada) entdeckt wurde.

Im Jahr 2002 entdeckte man bei einem Bauern in Shunde/China das sich als recht aggressiv herausstellende Familienmitglied, welches eine schwere und akute Atemwegsinfektion auslöste und benannte es daher nach den sich zeigenden gesundheitlichen Symptomen als „Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom – SARS“. So kam es dann zum H-CoV-SARS.

Im Jahr 2012 kam dann noch das H-CoV-MERS hinzu. Hierbei handelte es sich um ein in Saudi Arabien von Kamelen auf den Menschen übergetretenes neues Familienmitglied, welches Atemwegserkrankungen auslöste. Daher wählte man den Namen „Middle East Respiratory Syndrome – MERS“, da es im Mittleren Osten erstmalig bei einem Menschen mit Atemwegserkrankung entdeckt wurde. In der Kamelpopulation war das Familienmitglied übrigens schon seit Jahrzehnten bekannt.

Im Dezember 2019 identifiziert man während der üblichen Erkältungszeit in China ein neues Familienmitglied, das H-CoV-ID19Identifiziert im Jahr 2019.

Warum wird dieses neue Familienmitglied plötzlich SARS-CoV-2 genannt? Stellen wir nun vom vierstelligen auf einen sechstelligen Namen um und verändern auch noch die Reihenfolge? WARUM?
Von Beginn an hat sich dieses neue Familienmitglied NICHT so aggressiv gezeigt, wie es beim Geschwisterkind SARS der Fall war.
Auch nach nun mittlerweile knapp 4 Monaten gibt es immer noch keinen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass CoV-ID19 gefährlicher ist als HKU1, 229E, OC43 oder NL63. Es gibt aber wissenschaftliche Belege dafür, dass ID19 nicht so gefährlich ist wie SARS es war.
SARS lebt übrigens nur noch in Forschungslaboratorien – wo es sporadisch auch immer mal wieder zu Infektionen bei Laborpersonal kommt.

Was ist ID19 denn nun?

Eigentlich ist ID19 nur ein Schaf. Ein Schaf wie all die anderen Schafe in der Corona-Herde.

Haben wir ein Hirtenproblem?

Es scheint so, denn warum „freuen sich die Hirten wie Kinder“, wenn sie am ID19-Schaf feststellen, dass auf der Haut Schafshaare wachsen, dass ID19 mit den Augen sehen kann, dass es sich fortbewegt wie seine Geschwister, es gibt die gleichen Laute von sich, … und nein, es ist nicht so beissfreudig wie der Schäferhund. Ein guter Hirte weiss das.

Ein guter Hirte schützt auch die umgebende Natur, denn diese ist die Lebensgrundlage für ihn selbst und seine Herde. Aber auch hier zeigen sich erhebliche Schwächen unserer Hirten.
Noch im vergangenen Jahr wollten sie unsere Krankenhauslandschaft drastisch ausdünnen und heute bauen sie zusätzliche Behelfskrankenhäuser für nicht vorhandene Patienten bei überdurchschnittlichem Bettenleerstand in den vorhandenen Krankenhäusern...

Rückkehr zur "Normalität"

Erst wenn die "Normalität" wieder gewonnen wurde, wird eine Aufklärung und Bewertung vorgenommen werden können. Bis dahin jedoch wird es ein langer Weg mit vielen Optionen für die gegenwärtig Verantwortlichen, ihren Kopf unentdeckt aus der Schlinge nehmen zu können.

Während ich hier vor Ort in Deutschland die Ängste, das Leid und die zerstörten Existenzen sehe, beklemmt mich der Gedanke an meine nächste Reise nach Bangkok. In Thailand lebt ein Großteil der Bevölkerung "von der Hand in den Mund". Auch dort steht das Leben gerade still, was wir "schlauen Europäer" mit zu verantworten haben.

Aber meine nächste Reise nach Bangkok wird nicht in den kommenden Tagen sein, denn selbst wenn man morgen wieder weltweit in den Normalmodus wechseln würde, so kann der Flugbetrieb nicht einfach so wieder aufgenommen werden.
Warum das so ist, darüber werde ich mich Anfang August mit einem Experten am Flughafen Hannover zusammensetzen und dann hier darüber berichten.


(17.04.2020 - tho)

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